Butterflys
Heroes - Let's play!

Als Jade ihre Augen öffnete, war sie zu schwach, um sich erneut über ihre Lage aufzuregen. Seit Tagen, vielleicht auch Wochen lag sie nun in diesem Bett, über dem eine Infusion baumelte. Anfangs versuchte sie sich zu wehren, aufzustehen und zu entkommen, doch ihr Körper bewegte sich nicht. Als wäre er ihrer Macht entrissen worden. Ihrer gewaltigen, grenzenlosen Macht. Sie fühlte sich leer und doch konnte sie noch das leichte Kribbeln in ihren Händen spüren, was sie empfand, als ihre Hände den Blitz formten, der so viele Menschen töten ließ. „Sie sind wach.“ Mohinder kam in das kahle Zimmer, sah sie wie jeden Tag mitleidig an und setzte sich auf die Bettkante. „Was wollt ihr?“ fragte Jade kaum hörbar. „Jade, wir schützen die Welt vor ihnen. Sie haben unzählige Menschen getötet. Unschuldige Menschen.“ Sie sammelte ihre ganze Kraft um sich aufzurichten, bis sie die Handfesseln stoppten. Ihr Gesicht war angespannt und Mohinder wich zurück. „Ich habe einzig und allein Sylar getötet.“ ihr Atem stockte „Das wolltet ihr doch! Ihr seid Schuld an...“ doch ihr Atem und ihre Kraft reichten nicht. Blass und zittrig lag sie in ihrem Kissen und starrte ihn voller Hass an. Ohne nur ein Wort zu sagen verließ Mohinder den Raum und ließ sie allein. Die ganze Nacht über versuchte sie ihre Kraft aufzubauen, aber aus ihren Fingerspitzen kam nicht ein Funke, die Wolken am Himmel bewegten sich keinen Zentimeter. Es war aussichtslos.

„Niemand kann mich töten.“ Sylar’s Stimme riss sie aus dem Schlaf. Sie sah an die Decke und versuchte sich von ihrem Traum zu beruhigen, da hielt ihr eine Hand den Mund zu und sie sah ihn direkt vor ihrem Gesicht. Sylar. Er nahm seine Hand weg, doch ihr Mund war nicht in der Lage sich zu öffnen. Jade zappelte wie verrückt, sie musste sterben, das wusste sie. „Ich hatte dir mehr zugetraut. Und nun liegst du hier, bereit zu sterben.“ Sein Mund formte sich zu einem breiten Grinsen, seine Hand bewegte sich zweimal rasch und die Handfesseln rissen. Er ging auf sie zu und hob die Hand. „Ich bin doch bereits tot.“ räusperte Jade. Und als hätte sie ihm den Spaß am Töten genommen, sah er sie entsetzt an, grinste dann aber doch wieder. „Dann vielleicht ein Spiel?“ Jade spürte ein leichtes Kribbeln in den Fingerspitzen und Lippen. Er musste ihre Verwunderung darüber erwartet haben und sah auf die Infusion, die schon eine Weile nicht mehr weitergelaufen sein musste. Mit einem Wink rissen die Fenster auf und Jade sah das Unwetter am Himmel. Ihre Brust sprang nach oben und sie rang nach Luft, der Geruch der Macht stieg ihr in die Nase und ihre Haut bekam Farbe. Sie war wütend und sie hasste Spiele. Sie ballte ihre linke Faust während Sylar sie besessen ansah und auf ihre Aktion wartete. Doch statt ihre Energie in einen Blitz zu stecken, griff sie mit ihrer rechten Hand blitzartig nach seinem Shirt und riss ihn zu sich runter. Sylar war völlig überrascht, wehrte er sich aber nicht, sondern steuerte direkt auf ihr Gesicht zu und küsste sie. Doch dann schrak er zurück, und hielt sich die Lippen, während auf ihren noch kleine Funken tanzten. Jade grinste „Dann lass uns spielen!“ Kaum erkennbar bewegte er seine Hand und somit sie aus dem Bett heraus zu sich hin. Jade konnte seinen Herzschlag an ihrer Brust spüren, seinen Atem auf ihrem Gesicht und sein Verlangen in den Augen lesen. Sie näherte sich seinem Gesicht um den kleinen Bluttropfen von seiner Lippe zu lecken und ihn zu küssen. Er packte ihren Hinterkopf und erwiderte den Kuss. Sie fielen aufs Bett und Sylar wusste nur zu gut mit seinen Fähigkeiten umzugehen, um sie schnellst möglich ihrer Kleidung zu entledigen. Sie sah seinen Oberkörper und fuhr mit ihren Fingern über die Narben, die sie ihm zugefügt hatte und er zuckte zusammen. „Oh, hab ich dich verletzt?“ fragte sie ironisch mit einer rauchigen Stimme. Ihre Hände knallten an das Kopfteil des Bettes und verharrten dort. „Keine Angst, das kriegst du wieder.“ Erwiderte er und ließ sie deutlich spüren, dass er ihre Hände an Ort und Stelle lassen würde. Unruhe durchströmte sie und sie wollte ihre Hände lösen, doch als er den Kopf sank, um sie erneut zu küssen wand sich die Unruhe in Erregung, die sie zittern ließ.

Regen fiel vom Himmel und Blitze erhellten die Nacht.
23.11.07 02:21
 


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