Butterflys
Serien

Between pain and love

Jade sah auf ihre zitternden Hände und dann in die fassungslosen Gesichter von Mohinder und Charlie. „Ich…“, brachte sie heraus und sank dann auf die Knie. Sie realisierte nicht, dass das Blut auf dem Boden auch ihres war. Selbst wenn sie es gemerkt hätte, wäre es ihr egal gewesen. Das einzige, was Jade fühlte, war eine Leere, die sich unaufhaltsam in ihr ausbreitete. Sie hatte getötet. Nicht zum ersten Mal in ihrem Leben, aber zum ersten Mal hatte sie jemanden getötet, den sie liebte. Auch wenn sie es sich bis zu diesem Augenblick ihrer Gefühle nicht einmal bewusst gewesen war. Sie strich sich die Haare aus der Stirn und hinterließ dabei eine blutige Spur. Charlie legte ihr die Hand auf die Schulter. „Du brauchst einen Arzt und wir müssen von hier weg.“ Jade schüttelte den Kopf und schob Charlies Hand weg, um sich zu erheben. Als sie aufstand, strauchelte sie und musste sich gegen Charlie lehnen. Vorsichtig berührte Jade die Stelle an ihrem Bauch, wo Sylar sie getroffen hatte. Das T-Shirt war feucht, durchtränkt von Blut. Charlie nutzte Jades Schwäche und gab Mohinder ein Zeichen. Er hob Jade hoch. Sie legte ihm den Arm um den Hals und wehrte sich nicht. Sie hatte einfach keine Kraft mehr. Als Mohinder sie aus der Wohnung trug, fiel ihr letzter Blick auf Sylar, der tot am Boden lag und sie weinte. Zum ersten Mal in ihrem Leben weinte Jade ehrliche Tränen.

Charlie öffnete die Autotür und Mohinder legte Jade auf die Rückbank. Kaum hatte ihr Kopf das weiche Polster berührt, fiel Jade in einen Schlaf, der eher einer Ohnmacht glich.

Als sie das nächste Mal aufwachte, lag sie auf einer schmalen Liege. Sie sah Mohinders Gesicht über sich. Er blickte ihr in die Augen und stellte etwas an dem Tropf neben sich ein, dann verlor Jade wieder das Bewusstsein.

Irgendwann erwachte sie mit Kopfschmerzen in einem Bett und als Jade sich aufrichten wollte, fühlte sie einen stechenden Schmerz in der Bauchgegend. Sie sank zurück und hörte Schritte vor der Tür. Ein Lichtschein fiel ins Zimmer und Charlie trat in den Raum, gefolgt von Mohinder.

„Wie geht es dir?“ fragte Mohinder sanft. „Brauchst du noch Schmerzmittel?“

Jade schüttelte den Kopf.

“Wo bin ich?“

“Bei mir zu Hause“, sagte Charlie und zog die Vorhänge auf.

Jade blinzelte und wandte sich vom Fenster ab. „Ich gehe sobald wie möglich“, sagte sie leise und sah wie Mohinder Charlie einen Blick zuwarf, so dass diese schließlich meinte: „Du kannst bleiben.“

Jade wusste, dass es ihre Schwester einiges an Überwindung gekostet hatte, dies zu sagen. Sie wollte sich bedanken, doch sie brachte die Worte nicht über die Lippen und murmelte nur etwas. Charlie drehte sich wieder zur Tür. „Mohinder sagt, dass Hühnersuppe bei allem ein Wundermittel sei und hat gekocht. Ich hol dir einen Teller.“ Sie verließ den Raum und Mohinder zog die Nadel für den Tropf aus Jades Handrücken. Seine Hand verharrte auf ihrer. „Bleib hier. Charlie und du, ihr seid eine Familie. Was auch immer war, ihr könnt es jetzt anders machen. Nicht wieder gut machen, aber anders.“

Als Charlie wieder ins Zimmer trat, zog er seine Hand zurück. Charlie sah die Bewegung und runzelte die Stirn, doch sie sagte nichts, stellte nur die Suppe auf den Nachttisch. „Wir lassen dich jetzt in Ruhe“, sagte Charlie und schob Mohinder hinaus.

„Charlie?“ hielt Jade sie zurück. „Danke.“

Charlie blieb stehen: „Ich danke dir. Du hast uns das Leben gerettet.“ Als sie die Tür hinter sich zuzog, sah Jade ein Lächeln auf dem Gesicht ihrer Schwester. Aber Jade konnte das Lächeln nicht erwidern. Ja, sie hatte Charlie und Mohinder das Leben gerettet, doch für welchen Preis….
Esther am 25.11.07 21:54


Stormy Weather

Mohinder lebte nun seit drei Jahren in New York. Matt und Molly haben sich fest bei ihm eingenistet, und auch Jade sitzt fast jeden Tag bei ihm und tut ihr möglichstes Molly nicht völlig zu vermännlichen. Sie waren alle wie eine Familie, doch die einzige die das auslebte war das kleine unschuldige Mädchen, welches ihre zwei Ersatzväter und ihre große Ersatzschwester voll und ganz in Anspruch nahm.
Jade kannte schon seinen Vater, und stand ihm damals für einige Tests zur Verfügung, viel mehr um ihm ein paar Erfolgserlebnisse zu gönnen, als irgendwelche Erkenntnisse aus ihrer DNA zu gewinnen. Nach seinem Tod, spendete sie Mohinder Trost, und ohne es zuzugeben, sich damit auch. Mohinder versprach ihr, keine weiteren Tests mit ihr zu machen, solange sie ihm auf der Suche nach weiteren „Heroes“ half. Sie arbeitete Hand in Hand, obwohl sie so grundverschieden waren.

„Gute Nacht Kleine. Wir sehen uns nächste Woche.“ verabschiedete sich Jade bei Molly mit einem Kuss auf die Stirn. Molly war die einzige, die so eine Nähe zu ihr aufbauen konnte. „Mohinder soll dich nach Hause bringen.“ Molly wusste wie mächtig Jade war, doch wollte sie immer, dass diese nicht alleine nach Hause ging. „Hör mal, ich schaff das auch alleine.“ Mohinder kam ebenfalls ins Zimmer. „Ich hab meinen Namen gehört?“ Molly setzte sich auf. „Kannst du Jade nicht nach Hause bringen? Matt passt schon auf mich auf.“ Jade und Mohinder richteten ihren Blick auf den im Sessel schlafenden Matt, der bei seiner TV-Show eingeschlafen war. Beide mussten grinsen.

Mohinder und Jade sprachen kein Wort auf dem Weg zu Jades Appartement. Es fing leicht zu regnen an und die beiden legten einen Zahn zu, denn mit jedem Schritt wurde der Regen heftiger. „Kannst du das nicht beenden?“ rief Mohinder als sie zu dem Vordach des Eingangs kamen. „Mohinder, ich kann ja viel, aber ich bin nicht Gott.“ bemerkte Jade leicht sarkastisch. Sie schloss die Tür auf und stieg die Treppen hinauf. Mohinder blieb an der Tür stehen und zog sich die Jacke über den Kopf um zurückzulaufen. Jade blieb stehen, schloss die Augen und ein Donnerknall schallte durch die Nacht. Mohinder zuckte zusammen und sah zu ihr hoch. „Dir macht es sicher nichts aus, wenn ich bei dir warte bis der Sturm vorüber ist?“ Sie grinste, ohne sich zu ihm zu drehen „Quatsch!“ und ging die Treppen zu ihrem Appartement hoch. Sie kam ins Wohnzimmer, wo Mohinder vor der Couch stand und an sich hinab sah. Sie schmiss ihm ein Handtuch zu und machte ihm deutlich, dass die Couch nicht schmelzen würde von dem bisschen Wasser. Sie setzte sich neben ihn und rubbelte ihr Haar trocken. Mohinder sah einen Regentropfen ihre Wange runterlaufen und wischte sie mit seinem Handtuch ab. „Ehm, meinst du ich schaff das nicht alleine?“ Er schüttelte den Kopf. „Du bist wirklich ein seltsamer Mensch, Jade. Warum lässt du niemanden an dich ran?“ Sie musste grinsen. „Du willst an mich ran?“ Auch Mohinder grinste nun, aber eine leichte doch deutliche Röte stieg in sein Gesicht. „Du weißt was ich meine. Vertrauen ist nichts Schlimmes.“ Sie wollte ihm nicht widersprechen, auch wenn sie der Meinung war es besser zu wissen. Mohinder war ein positiv denkender Mensch, und sein Weltbild stand trotz seiner schlechten Erfahrungen immer noch aufrecht. Grelle Blitze erleuchteten den Himmel und Donnerschläge übertönten den New Yorker Straßenlärm. Jade ging es gut, mit der Ausnahme, dass sie sich unwohl fühlte mit Gesellschaft in ihrem zu Hause. Auch wenn sie Mohinder nicht hasste. Es kribbelte in ihren Fingern, und sie konnte sich nicht halten. „Wenn es dich nicht stört…“ Er unterbrach sie mit einem grinsenden Nicken. Mohinder wusste inzwischen, dass sie es genoss bei einem Unwetter draußen zu sein, die Energie zu spüren und irgendwie in sich aufzunehmen. Sie stand auf ihrem Balkon und streckte ihr Gesicht dem Regen entgegen. Ein herrliches Gefühl, die nassen Tropfen auf ihrer Haut, die Blitze die um sie tanzen schien und… eine Hand die sie plötzlich spürte und verschreckte. Mohinder stand direkt hinter ihr. Er sah zum Himmel hoch, als wolle er nachempfinden was sie fühlte. „Wie ist das?“ fragte er. Jade wollte es ihm nicht erneut erklären. Seinem Vater hatte sie so oft versucht zu erklären wie es sich anfühlt. Sie atmete tief ein, wartete auf seine Reaktion, und als er seinen Kopf senkte um sie fragend anzusehen näherte sie sich um ihn zu küssen. Erst zog Mohinder zurück, doch dann hielt Jade ihn fest und ließ ihn spüren, was sie spürte. Sie ließ so viel Energie in ihn strömen wie möglich, dass er dieses Prickeln in jeder Faser des Körpers spüren konnte, aber noch wenig genug um ihm keinen Schlag zu versetzen. Sie löste sich von ihm und sah ihn an „So“ sagte sie. Jade wollte sich umdrehen um wieder zu genießen was sie jedes Mal genoss, doch Mohinder packte sie am Arm und zog sie an sich um sie leidenschaftlich zu küssen. Er hielt sie kräftig fest, weil er wusste sie würde sich wehren wollen. Doch sie war viel zu stark um von ihm gehalten zu werden. Sie stieß ihn zurück und er fiel ins Wohnzimmer auf den Boden. Er richtete sich auf und sie kam auf ihn zu. Er packte sie am Hosenbund und zog sie zu sich hin. „Du willst also doch an mich ran“ sagte sie und kniete sich über seinen Schoß. „Ohja“ erwiderte er nur, und packte sie in den Haaren um sie heftiger zu küssen, als sie es je bei einem Mann erlebt hatte und von ihm erwartet hätte. Aber er kannte sie und wusste sie war keine der Frauen, die kuscheln wollte. Und in diesem Augenblick war es auch nicht das was er wollte. Sie beugte sich auf und zog ihr Tanktop aus, während seine Hände an ihrer Taille hochfuhren, über ihren Rücken und zum BH um diesen zu lösen. Mohinder beugte sich runter, um ihren Nabel zu küssen, fuhr mit spielender Zunge an ihrem Körper hoch, über ihren Brüsten zu ihrem Hals und drückte sie dabei fest an sich. Jade entledigte ihn von seinem Shirt, drückte ihn zu Boden und öffnete seine Hose. Sie grinste frech, als sie auch ihre öffnete und dann zu ihm runterkam, um ihn zu küssen, und sich mit ihm wild auf dem Boden hin und her zu wenden. Sie wollte ihn. Jetzt. Während sie sich von ihm küssen ließ, zog sie ihre Hose aus und machte ihm deutlich Gleiches zu tun. Er erhob sich, mit ihr im Arm und trug sie Richtung Schlafzimmer. Sie schlang ihre Beine um seinen Körper und ließ sich von mit ihm ins Bett fallen.

Es sollte alles verändern… aber das war es wert.
NiLi am 25.11.07 02:52


Charlie gets sylared

Charlie wandte sich nicht um als sie die Schritte hörte. Sie blieb weiter ueber das Geländer gelehnt und sah in die Nacht. Sie hatte ihn schon vor einer Weile kommen hören. Er war leise, aber die Tuer zum Haus hatte ihn verraten. Die Schritte waren verstummt. Charlie schloss fuer einen Moment die Augen, gewappnet sich umzudrehen und ihn anzusehen. Dann spuerte sie, dass er noch näher gekommen war und nun direkt hinter ihr stand. „Hat Jade dich geschickt das Werk zu vollenden?“ fragte sie. Sie spuerte seinen Atem in ihrem Nacken. „Ich bin nicht wegen Jade hier.“ Charlie schnellte herum. Sylar griff ihre Hände und drueckte sie an die Bruestung. „Du wirst dich nicht verwandeln“, sagte er nur und Charlie spuerte wie sie nicht dagegen ankam. Sie wollte eine andere Gestalt, wollte fliehen, doch sie konnte es nicht. „Sieh mich an.“ Charlie hob den Blick und Sylar ließ ihre Hände los und trat einen Schritt zurueck. „Du kannst gehen.“ Charlie wusste, dass er sie wirklich gehen lassen wuerde, doch sie wollte nicht. Sie hob den Blick und sah Sylar an, dessen Augen auf sie gerichtet waren. „Du hast Matt….“ Sylar schuettelte den Kopf. „Nein, das war Jade.“ „Aber….“ Sylar legte ihr den Finger auf die Lippen und schuettelte erneut den Kopf, bevor er sich vorbeugte. Charlie kam es vor, als wuerde sie in Zeitlupe registrieren, wie er sich ihrem Gesicht näherte und sie kuesste. Die Gefuehle, welche sie in diesem Augenblick empfang, waren ein einziges Chaos. Sie war verwirrt und wuetend und fuehlte sich gleichzeitig so wahnsinnig von ihm angezogen. Sylar strich ihr das widerspenstige Haar aus dem Gesicht und seine Hand verharrte auf ihrer Wange. Die Geste war so sanft, dass es Charlie nur noch mehr verwirrte, doch dann drehte er sie energisch um und schob sie in das Zimmer hinter ihnen. Im Gehen zerrte er an ihrem T-Shirt und zog es ihr ueber den Kopf. Er ließ es unachtsam auf den Boden fallen und drueckte Charlie auf das Bett. Er war ueber ihr und beugte sich hinunter, um sie erneut zu kuessen. Seine Hände strichen ueber ihre Schultern, ihren Ruecken hinab. Dann sah Charlie wie er grinste, als er seine Hände von ihr löste und mit einer kaum merklichen Bewegung seiner Finger ihr BH sich wie von alleine öffnete. Charlie streifte ihn ab und ließ ihn neben das Bett fallen. Sie griff mit der Hand nach Sylars Guertel und zog ihn zu sich. Er ließ es sich gefallen, doch als sie die Fuehrung uebernehmen wollte, drueckte er sie wieder zurueck. Ein ablehnendes Grollen ertönte aus Charlies Kehle und schon war sie ueber ihm. Sylar gab nach, wenn auch erst widerwillig, doch als sie ihre Hände langsam an seiner Brust hinabwandern ließ, entspannte er sich und gab sich ihren Beruehrungen hin. Nach einer Weile packte er sie an der Huefte, hob sie von sich und drängte sich gegen sie. Charlie stöhnte leise auf als sie Sylars fordernde Bewegungen spuerte. Sie schlang die Beine um ihn und fuhr mit den Händen seinen Ruecken entlang. Sylar schloss kurz die Augen und biss sich auf die Lippe als er Charlies Fingernägel zu spueren bekam. Sie ließ die Hände sinken und vergrub die Finger im Bettlaken als er sein Tempo erhöhte und dann kurz inne hielt, was Charlie mit einem unbefriedigten Geräusch zur Kenntnis nahm und Sylar nur zu einem frechen Grinsen veranlasste. Sie reckte sich, kuesste ihn und schob sich ihm fordernd entgegen. Sie musste ihm nicht weiter zeigen, was sie wollte, sondern ließ sich fallen und schloss nur genießend die Augen und gab sich Sylar hin.

Als es am nächsten Morgen an ihrer Tuer klopfte, schrak Charlie wie aus einem seltsamen Traum hoch. Sylar war fort, doch sie wusste, dass sie nicht geträumt hatte, das Bett neben ihr war noch warm. Charlie schluepfte schnell in ihre Jeans und zog das T-Shirt ueber. Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass Mohinder bestimmt schon auf sie wartete. Sie betet inständig, dass er ihr nichts ansah, doch als sie die Tuer öffnete, stand dort Sylar mit Fruehstueck in der Hand. „Werd nicht zu nett, das ist unsexy“, grinste sie. Sylar lachte: „Ich hatte nur Hunger, das war also selbstsuechtig.“ Er gab der Tuer einen Schubs mit dem Fuß, so dass sie zuschlug, legte de Tuete auf den Tisch und drueckte Charlie stuermisch gegen die geschlossene Tuer um sie leidenschaftlich zu kuessen.
Esther am 23.11.07 18:05


Heroes - Let's play!

Als Jade ihre Augen öffnete, war sie zu schwach, um sich erneut über ihre Lage aufzuregen. Seit Tagen, vielleicht auch Wochen lag sie nun in diesem Bett, über dem eine Infusion baumelte. Anfangs versuchte sie sich zu wehren, aufzustehen und zu entkommen, doch ihr Körper bewegte sich nicht. Als wäre er ihrer Macht entrissen worden. Ihrer gewaltigen, grenzenlosen Macht. Sie fühlte sich leer und doch konnte sie noch das leichte Kribbeln in ihren Händen spüren, was sie empfand, als ihre Hände den Blitz formten, der so viele Menschen töten ließ. „Sie sind wach.“ Mohinder kam in das kahle Zimmer, sah sie wie jeden Tag mitleidig an und setzte sich auf die Bettkante. „Was wollt ihr?“ fragte Jade kaum hörbar. „Jade, wir schützen die Welt vor ihnen. Sie haben unzählige Menschen getötet. Unschuldige Menschen.“ Sie sammelte ihre ganze Kraft um sich aufzurichten, bis sie die Handfesseln stoppten. Ihr Gesicht war angespannt und Mohinder wich zurück. „Ich habe einzig und allein Sylar getötet.“ ihr Atem stockte „Das wolltet ihr doch! Ihr seid Schuld an...“ doch ihr Atem und ihre Kraft reichten nicht. Blass und zittrig lag sie in ihrem Kissen und starrte ihn voller Hass an. Ohne nur ein Wort zu sagen verließ Mohinder den Raum und ließ sie allein. Die ganze Nacht über versuchte sie ihre Kraft aufzubauen, aber aus ihren Fingerspitzen kam nicht ein Funke, die Wolken am Himmel bewegten sich keinen Zentimeter. Es war aussichtslos.

„Niemand kann mich töten.“ Sylar’s Stimme riss sie aus dem Schlaf. Sie sah an die Decke und versuchte sich von ihrem Traum zu beruhigen, da hielt ihr eine Hand den Mund zu und sie sah ihn direkt vor ihrem Gesicht. Sylar. Er nahm seine Hand weg, doch ihr Mund war nicht in der Lage sich zu öffnen. Jade zappelte wie verrückt, sie musste sterben, das wusste sie. „Ich hatte dir mehr zugetraut. Und nun liegst du hier, bereit zu sterben.“ Sein Mund formte sich zu einem breiten Grinsen, seine Hand bewegte sich zweimal rasch und die Handfesseln rissen. Er ging auf sie zu und hob die Hand. „Ich bin doch bereits tot.“ räusperte Jade. Und als hätte sie ihm den Spaß am Töten genommen, sah er sie entsetzt an, grinste dann aber doch wieder. „Dann vielleicht ein Spiel?“ Jade spürte ein leichtes Kribbeln in den Fingerspitzen und Lippen. Er musste ihre Verwunderung darüber erwartet haben und sah auf die Infusion, die schon eine Weile nicht mehr weitergelaufen sein musste. Mit einem Wink rissen die Fenster auf und Jade sah das Unwetter am Himmel. Ihre Brust sprang nach oben und sie rang nach Luft, der Geruch der Macht stieg ihr in die Nase und ihre Haut bekam Farbe. Sie war wütend und sie hasste Spiele. Sie ballte ihre linke Faust während Sylar sie besessen ansah und auf ihre Aktion wartete. Doch statt ihre Energie in einen Blitz zu stecken, griff sie mit ihrer rechten Hand blitzartig nach seinem Shirt und riss ihn zu sich runter. Sylar war völlig überrascht, wehrte er sich aber nicht, sondern steuerte direkt auf ihr Gesicht zu und küsste sie. Doch dann schrak er zurück, und hielt sich die Lippen, während auf ihren noch kleine Funken tanzten. Jade grinste „Dann lass uns spielen!“ Kaum erkennbar bewegte er seine Hand und somit sie aus dem Bett heraus zu sich hin. Jade konnte seinen Herzschlag an ihrer Brust spüren, seinen Atem auf ihrem Gesicht und sein Verlangen in den Augen lesen. Sie näherte sich seinem Gesicht um den kleinen Bluttropfen von seiner Lippe zu lecken und ihn zu küssen. Er packte ihren Hinterkopf und erwiderte den Kuss. Sie fielen aufs Bett und Sylar wusste nur zu gut mit seinen Fähigkeiten umzugehen, um sie schnellst möglich ihrer Kleidung zu entledigen. Sie sah seinen Oberkörper und fuhr mit ihren Fingern über die Narben, die sie ihm zugefügt hatte und er zuckte zusammen. „Oh, hab ich dich verletzt?“ fragte sie ironisch mit einer rauchigen Stimme. Ihre Hände knallten an das Kopfteil des Bettes und verharrten dort. „Keine Angst, das kriegst du wieder.“ Erwiderte er und ließ sie deutlich spüren, dass er ihre Hände an Ort und Stelle lassen würde. Unruhe durchströmte sie und sie wollte ihre Hände lösen, doch als er den Kopf sank, um sie erneut zu küssen wand sich die Unruhe in Erregung, die sie zittern ließ.

Regen fiel vom Himmel und Blitze erhellten die Nacht.
NiLi am 23.11.07 02:21